Sofia Spionage – Bulgarische Ausstellung in München
Sofia Spionage
Sofia Spionage besteht aus einer Reihe von Veranstaltungen, die durch verschiedene “Kleinerzählungen” die heutige visuelle Existenz dieser Hauptstadt in Südosteuropa darstellt. Das Projekt verknüpft verschiedene Genres, die die Entwicklung Sofias nach der Zeit des Wandels wiedergeben: Sofia als Szene, als lebendiger Organismus, das tanzt, lacht, küsst, protestiert oder einfach lebt.
PLATFORM3 – Räume für zeitgenössische Kunst
Kistlerhofstr.70 /Haus 60 // 3.Stock
81379 München
www.platform3.de
Ausstellungseröffnung: Mittwoch 23.September 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 24. September bis 14. Oktober 2009
Öffnungszeiten: Mo bis Do 10- 17h // Fr 10-13 h
Speziell für das Projekt sind fünf Künstler und eine Kuratorin als Spione in Sofia unterwegs. Alle Bilder und Farben, die sie sehen, Klänge und Geräusche, die sie hören, Momente eines Morgens, Tages oder der Nacht in Sofia, werden von den SofiaSpionen aufgenommen. Danach werden sie in Form von verschiedenen künstlerischen Medien in München realisiert. In den Räumlichkeiten und auf dem Gelände der PLATFORM3 treffen diese Spione aufeinander und konstruieren aus ihren Wahrnehmungen und Beobachtungen eine facettenreiche Momentaufnahme von Sofia. Speziell für das Projekt Sofia Spionage werden fünf bulgarische Künstler und eine Kuratorin aus Sofia, sowie ein junger bulgarischer Künstler aus München eingeladen. Jeder von der Teilnehmer stellt seine Visionen und persönlichen Beobachtungen (Spionage) in Bezug auf Sofia dar mit verschiedenen Instrumenten der zeitgenössischen Kunst.
Beteiligte Künstler:
BOYAN HRISTOV
In seinen Fotos, dokumentiert der junge bulgarische Fotograf ein anderes Sofia, das von und durch die jungen Leute konstruiert wird. Er sucht ein anderes Sofia, das als eine sozio-kulturelle Plattform fungiert und gleichzeitig eine Bühne von Kunst, Kultur und Politik darstellt. Sein Sofia ist nicht nur ein Gebäude oder Fenster, sondern eine Szene von menschlicher Freude, Übel, Widerstand und Liebe.
IVAN PASKALEV
Bei der Arbeit des in München lebenden Kunstpädagogen und Fotografen handelt es sich um eine klassische Spionagesituation, da er speziell für das Projekt zwei Wochen in Sofia verbringt, um zu “spionieren”. Danach präsentiert er in einer Fotoinstallation, alles was er ausspioniert und mit seiner Kamera festgehalten hat.
VLADIYA MIHAYLOVA
Eine andere Art von “Spionage” wird die junge bulgarische Kuratorin Mihaylova im Rahmen des Projekts präsentieren. In ihrem Vortrag mit dem Titel “Creating Public Space – Three Projects in Sofia”, wird sie über die bekannten bulgarischen Künstler Luchezar Boyadjiev, Ivan Moudov und die Gruppe Ultrafuturo und ihre Arbeiten im öffentlichen Raum in Sofia berichten. Dank dieser “KuratorSpionage” bekommt das Publikum einen guten Überblick in die bulgarische zeitgenössische Szene.
HR-STAMENOV
In einer Kooperation mit der Kuratorin Vladiya Mihaylova und der Galerie Vaska Emanuilova in Sofia, präsentiert der vorwiegend in Italien arbeitende junge Künstler HR-Stamenov eine Lichtaktion “The Phenomenon of W24° 58’59,43” N42° 07’55,29″, in der das Reale und das Imaginäre miteinander verknüpft werden. Daraus entsteht eine vielseitige Perspektive der Wahrnehmung: ein Spiel mit dem Augenblick und dem was in ein paar Minuten passieren wird.
VLADISLAV ILLIEV & KLIMENT DICHEV
Die audiovisuelle Performance der beiden Künstler ist der Abschlussevent der Vernissage.
Vj Vladislav Iliev und Dj Kliment Dichev laden zu einem “midnight Walk” durch die Straßen von Sofia ein. Wir erleben Sofia am Tag, in der Nacht, und sogar in der Vergangenheit. Es werden Bilder und Fotos von SOFIA “heute” und “damals” projiziert und von Progressiven Minimal von DJ Kliment begleitet.
Finissage am Mittwoch, 14. Oktober 2009
Sofia Screening
Gezeigt werden Kurzfilme über das Leben und die Menschen von Sofia. Hinterfragt wird wie stark die Menschen mit ihrer Stadt verbunden sind, wie sehr sie Sofia lieben oder hassen.
“The Phenomenon of W24° 58’59,43” N42° 07’55,29″
Visuelle Aktion von HR-Stamenov
curator Vladiya Mihaylova
Das Projekt Sofia Spionage kuratiert Yana Varbanova, Stipendiatin in dem Programm „Kulturmanager aus Mittel- und Osteuropa“ der Robert Bosch Stiftung.
Sofia Spionage ist eine Veranstaltung von PLATFORM3 und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München. Gefördert wird das Projekt durch die Robert Bosch Stiftung.
Mehr Information :
Sofia Spionage Flayer
